Konzerte, Kunst und Kneipp locken ins oberschwäbische Ottobeuren

Säulen aus Marmor, farbenfrohe Fresken, kunstvolle Stuckaturen, reich verzierte Altäre und viel Blattgold – die spätbarocken Kirchen Bayerns zählen zu den berühmtesten architektonischen Werken weltweit. Die Basilika von Ottobeuren beispielsweise glänzt nicht nur in kunsthistorischer, sondern auch in musikalischer Hinsicht. Der Kirchenraum mit seiner fast 40 Meter hohen Vierungskuppel verfügt über eine besondere Akustik und ist seit mehr als 60 Jahren Schauplatz hochkarätiger Konzertereignisse. Auch im Jahr 2017 machen sich wieder bekannte Orchester und Ensembles auf den Weg in die sanft-hügelige Voralpenlandschaft des Unterallgäus, um Werke von Beethoven, Händel und Mozart zu Gehör zu bringen.

Musikalische Meisterwerke im Juni und Juli

Beim ersten der drei Ottobeurer Konzerte am 25. Juni 2017 sind das Münchener Bach-Orchester und der Münchener Bach-Chor unter der Leitung von Hansjörg Albrecht zu Gast. Auf dem Programm steht das Oratorium „Israel in Ägypten“ von Georg Friedrich Händel. Mit Beethovens „Neunter“ erfüllt am 16. Juli eines der populärsten Werke klassischer Musik den Innenraum des Barockjuwels. Dieses sinfonische Meisterwerk wird präsentiert vom Orchester Wiener Akademie und dem Chorus sine nomine unter der Leitung von Martin Haselböck. Mozart-Fans können sich dann am 17. September über die „Große Messe in c-Moll“ und die „Lauretanische Litanei in D-Dur“ freuen, die vom Mozarteumorchester Salzburg und dem Bachchor Salzburg dargeboten werden. Tickets sollte man sich unbedingt rechtzeitig reservieren. Unter www.ottobeuren.de gibt es Karten und weitere Informationen, beispielsweise zu Übernachtungsspecials.

Aktiver Ausgleich zum Kulturprogramm

Das kulturelle Jahresprogramm in Ottobeuren komplettieren zwölf Konzerte im barocken Kaisersaal der mehr als 1.250 Jahre alten Benediktinerabtei und zahlreiche Orgelkonzerte sowie wechselnde Ausstellungen im „Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“. Als Ausgleich zum Kulturgenuss kann man die oberschwäbische Heimat von Pfarrer Sebastian Kneipp, der im nahegelegenen Stephansried zur Welt kam, aktiv entdecken – ob im Kneipp-Aktiv-Park in Ottobeuren oder beispielsweise auf dem regionalen Crescentia-Pilgerweg, der bis nach Kaufbeuren führt.

Saarland: Bedeutende Inka-Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Als die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert das Hochland von Peru erreichten, fanden sie eine für die damalige Zeit einzigartige Hochkultur vor. In wenigen Jahrhunderten hatten die Inka ein Reich geschaffen, das sich in seiner größten Ausdehnung über 5.000 Kilometer über den südamerikanischen Kontinent erstreckte und in dem sie über 250 Völker und neun Millionen Menschen herrschten. Ihre anhaltende Faszination verdankt diese Kultur ihren unermesslichen Goldschätzen.

Unversöhnlichkeit zweier Wertesysteme

Für die Inka waren es „Perlen der Sonne“, die Spanier sahen nur den materiellen Wert: Der Mythos des Inka-Goldes hat in dieser Unversöhnlichkeit zweier Wertesysteme ihren Ursprung. Das saarländische Weltkulturerbe Völklinger Hütte nimmt 13 Jahre nach der Ausstellung „InkaGold“ erneut und mit neuen Exponaten die faszinierenden Hochkulturen der Inka- und Vor-Inka-Zeit in den Blick. Die Ausstellung „Inka – Gold. Macht. Gott.“ Ist zu sehen bis zum 26. November 2017. Alle weiteren Informationen gibt es unter www.voelklinger-huette.org und telefonisch unter 06898-9100100, hier können auch Gruppenführungen gebucht werden.

Meisterhafte altperuanische Kunstwerke

Der Kernbestand der Exponate stammt aus dem Larco-Museum in Lima und Cusco, das die größte Privatsammlung altperuanischer Kunst weltweit besitzt. Die Objekte sind meisterhafte Kunstwerke und bedeutende wissenschaftliche Informationsquellen. Exponate des Musée des Jacobins aus dem französischen Auch, des Weltmuseums Wien und des Roemer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim vervollständigen die Ausstellung. Die Museen in Wien und Hildesheim sind für ihre Sammlungen weltberühmt, das französische Museum wiederum besitzt eine der größten Sammlungen zur präkolumbianischen Kultur in Frankreich.

Die Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, leihen eine Inka-Mumie. Das Musée de l´Armée in Paris schließlich verleiht spanische Waffen und Pferderüstung der spanischen Konquistadoren ins Saarland. Die Ausstellung mit ihren herausragenden Exponaten ist in dieser Form und Zusammensetzung zum ersten Mal zu erleben. Ein wichtiges Thema ist auch die spanische Eroberung Südamerikas durch Francisco Pizarro im 16. Jahrhundert. 220 Exponate zeigen die Faszination der alten peruanischen Hochkulturen und ihr Aufeinandertreffen mit der europäischen Kultur dieser Zeit.

Pilgern zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb

Entschleunigen, den Alltag vergessen oder sich der Wander-Herausforderung stellen: Nicht nur aus religiösen Motiven entscheiden sich viele Menschen für eine Pilgerreise. Sie genießen die Ruhe, Natur und Langsamkeit. Pilgern liegt im Trend – so verzeichnete der Jakobsweg 2016 einen Pilgerrekord. Fast 300.000 Menschen liefen die Route nach Santiago de Compostela. Ein Netz von alten und neuen Pilgerwegen spannt sich auch zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Entlang dieser Wege können Pilger die landschaftliche Vielfalt der Region und zahlreiche kulturhistorische Sehenswürdigkeiten entdecken – nach Pilgertradition in Herbergen übernachten und sich die Stationen im Pilgerpass abstempeln lassen. Alle Wege sind mit dem europaweit verwendeten Symbol der Jakobsmuschel sowie Pfeilschildern ausgeschildert. Informationen sowie hilfreiche Tipps zum Wegenetz, Pilgerunterkünften und aktuellen Veranstaltungen finden sich unter www.jakobuswege-schwarzwald-alb.de.

Rottweil – Zentrum der Jakobusverehrung

Der Neckar-Baar-Jakobusweg ist einer von 13 Pilgerwegen in der Region, die 2017 zehnjähriges Jubiläum feiern. Sein Wegverlauf orientiert sich an der alten Römer- und Handelsstraße von Rottenburg durch das Neckartal nach Rottweil, über Villingen bis zur Schweizer Grenze nach Schaffhausen. Wer den gesamten Weg erwandern möchte, braucht etwa sechs bis sieben Tage, aber auch Tagespilgern ist möglich. Die Bahn- und Busverbindungen zwischen Horb und Villingen erleichtern das. Wie alt die Tradition des Pilgerns in der Region ist, zeigen die vielen Kirchen, Kapellen, Altäre und klösterlichen Niederlassungen, die dem Jakobus – dem Patron der Pilger – geweiht sind. Bedeutendes Zeichen für den Jakobuskult ist etwa die steinerne „Pilgerkrönung“ im Villinger Münster aus dem 13. Jahrhundert. Als Zentrum der Jakobusverehrung in der Region gilt Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs. Sehenswert sind hier unter anderem die verschiedenen Jakobusdarstelllungen im Heilig Kreuz-Münster. Hier erhalten die Wanderer im Übrigen auch ihren Pilgerstempel.

Quer durch den Schwarzwald pilgern

Auch der Kinzigtäler Jakobusweg, der in verschiedenen Wegvarianten gegangen werden kann, ist ein Teilstück des weltbekannten Jakobswegs. In Tagesetappen zwischen 16 und 22 Kilometern durchquert er den Schwarzwald entlang der Kinzig von Ost nach West in einem idyllischen Flusstal. Er führt durch malerische Städtchen wie Loßburg über Alpirsbach und Wolfach bis nach Kehl. Auch der Start in Horb am Neckar ist möglich.

Zeitreise durch fränkisches Fachwerk

Im Herzen Deutschlands, dort wo Hessen, Bayern und Thüringen aufeinander treffen, liegt die malerische Kleinstadt Ostheim am Ufer der Streu. Hier liefen einst zwölf Mühlen Dank der Wasserkraft des Flusses. Mit viel Liebe zum Detail haben die Besitzer einige davon restauriert. So auch die Kupfermühle, an der ein schöner Rundgang durch die Altstadt beginnt. Er führt entlang der Marktstraße mit ihren vielen Fachwerkhäusern, seit eh und je ist sie die pulsierende Lebensader der Stadt. Die früheren Schlösser der Adeligen und die Amtsgebäude der oft wechselnden Herrscher zeugen vom einstigen Wohlstand. Erst seit 1945 gehört der heutige Luftkurort zu Bayern. Bis dato bildete er eine thüringische Insel in Bayern, während des Mittelalters stritten oft weltliche und geistliche Fürsten aus Fulda, Würzburg und Thüringen um den Besitz.

Deutschlands größte Kirchenburg

Vielleicht wegen dieser Unsicherheiten entschlossen sich die Ostheimer im 15. Jahrhundert zum Bau der Kirchenburg, der wohl größten und besterhaltenen Wehranlage dieser Art in Deutschland. Damals entstand um die Kirche St. Michael eine doppelte Ringmauer mit acht Wehrtürmen und zwei massiven Eingangstoren. Hierher flüchteten sich die Einwohner zum Beispiel während des Dreißigjährigen Krieges bei Gefahr. Noch heute werden einige der 72 Gaden – Kellergewölbe zum Einlagern von Vorräten – zur Aufbewahrung von Kartoffeln oder Rüben genutzt. Das Museum „Lebendige Kirchenburg“ informiert im Detail über das beeindruckende Gebäude. Eine Übersicht über alle historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt gibt es unter www.ostheimrhoen.de.

Orgelklänge und Glockenspiel

Der Spaziergang führt weiter entlang experimenteller Musikinstrumente zum Hanstein`schen Schloss. Einst Wohnstätte freier Reichsritter, beherbergt der Bau aus dem 16. Jahrhundert heute ein stattliches Orgelbaumuseum, das Instrumente aus allen Epochen der Musikgeschichte zeigt. Von hier gelangt man wieder entlang der Marktstraße zum historischen Rathaus mit seiner gefälligen Fachwerkskonstruktion und dem Zwiebelturm, aus dem dreimal am Tag ein Glockenspiel erklingt. Über die „Schuffnersbrücke“ geht es zum Gewässerlehrpfad, der entlang der Streu viele Geheimnisse über die Tier- und Pflanzenwelt des Gewässers verrät. Nach einigen hundert Metern trifft man auf ein Kneipp-Tretbecken, das direkt im Fluss eingelassen wurde. Rechts herum geht es über die „Wackeligen Stege“ wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Rund um den Waginger See

Je ursprünglicher Wiesen, Wälder, Seen und Berge sind, desto mehr haben sie Erholungssuchenden, Bewegungshungrigen und Wissbegierigen zu bieten. Jeden Tag ein kleines Abenteuer – mit diesem Versprechen lockt etwa die Region rund um den Waginger See in den oberbayerischen Rupertiwinkel. In der staatlich anerkannten Ökomodellregion werden Werte wie Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit groß geschrieben. Im Mai, wenn die Natur aufblüht und es vorkommen kann, dass bereits die ersten Wagemutigen ins türkisgrüne Wasser springen, beginnt im östlichen Chiemgau die Saison für kleine und große Entdecker.

Spannend: Kinder können die Netze einholen

Waginger und Tachinger See, die über eine zusammenhängende Uferlänge von rund 30 Kilometern verfügen, sind jedoch nicht nur ein Paradies für Wassersportler, sondern auch die Heimat von Hecht, Renke und Zander. „Das nährstoffreiche Wasser sorgt dafür, dass unsere Fische recht groß werden“, erzählt Sepp Kraller. Wer mit dem Vorsitzenden der örtlichen Fischereigenossenschaft auf den See fährt, um vom Boot aus die Netze einzuholen, kann sich selbst davon überzeugen. Die Stille auf der spiegelglatten Wasseroberfläche und das Panorama der von der Morgensonne angeleuchteten Gipfel der Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen entschädigen fürs frühe Aufstehen. „Gerade für Kinder ist das Einholen der Netze ein unvergessliches Erlebnis“, weiß der Fischer zu berichten. Unter www.waginger-see.de gibt es ergänzende Informationen zu diesem und zu weiteren kleinen Abenteuern.

Zeitreisen zu Kelten und Rittern

Die Wanderung zur sogenannten Biberschwell ist gleichzeitig auch eine Zeitreise. Sie beginnt bei der Wallfahrtskirche Maria Burg bei Tengling und führt durch mystisch anmutende Wälder zu einem keltischen Quellheiligtum. Das reine Wasser kann man mit der Hand aus der Quelle schöpfen und bedenkenlos trinken. Unternimmt man diese Wanderung mit der Biologin Dr. Ute Künkele, erfährt man viel Wissenswertes – unter anderem, dass der Name des Kultortes nichts mit dem Nagetier zu tun hat. Das Mittelalter wird dagegen auf Burg Tittmoning lebendig. Innerhalb der alten Mauern liegt auch das volkskundliche Museum Rupertiwinkel und das Gerbereimuseum, geöffnet ist es vom 1. Mai bis zum 3. Oktober. Die jährlich stattfindenden historischen Burgtage bieten eine gute Gelegenheit, Gauklern, Rittern und wilden Gesellen einmal „live“ zu begegnen. In diesem Jahr finden sie am 16. und 17. September statt.

Im österreichischen Werfenweng dreht sich fast alles um die kleinen Gäste

Wandern über Heublumenwiesen, Radeln oder einfach nur Spielen an der frischen Luft – nach einem ereignisreichen Tag schlafen Kinder besonders gut. Kein Wunder, dass viele Familien ihren Urlaub in den österreichischen Alpen verbringen, die beeindruckende Landschaft und die vielen Freizeitangebote lassen vor allem auch Kinderherzen höher schlagen.

Wo Kinder Könige sind

In Werfenweng im Salzburger Land etwa gehören zu den Urlaubsvergnügen unter anderem Badespaß im Freizeitpark Wengsee, Sommerrodeln, Lama-Trekking und Kinderreiten. In kurzer Zeit erreicht man zudem Ausflugsziele wie die Mozartstadt Salzburg, die Großglockner-Hochalpenstraße oder die riesige Eishöhle in Werfen. Für spannende Abenteuer müssen Eltern den Ort aber gar nicht verlassen, ja noch nicht einmal das Hotel. Denn im Gut Wenghof dreht sich alles um die jüngsten Gäste: Luftballonpartys, Familien-Disco, ein großer Kinderclub mit Spielkameraden-Garantie, ganz viel Platz und niemanden, der zur Ruhe mahnt. Hier sind die Kinder König. Viele Angebote für Familien gibt es unter www.werfenweng.at.

Essen, wenn der Hunger kommt

Spaß und jede Menge Action bietet die Kinderwelt Trolleywood im Hotel. Die geschulten Betreuer sorgen für ein abwechslungsreiches Programm, passend abgestimmt auf verschiedene Altersgruppen ab drei Jahren. Ein Erlebnis für die ganze Familie sind auch die speziellen Thementage, darunter ein Ausflug zum Bauernhof oder eine Exkursion durch Wald und Wiese nach dem Motto „Der Natur auf der Spur“. Bei so viel Aktivität lässt der Hunger nicht lange auf sich warten. Gut, dass es eigens für Kinder ein leckeres Buffet gibt sowie eine Pizzathek, die rund um die Uhr geöffnet hat. Ein Vorteil für alle, die ihren Tagesablauf nicht nach bestimmten Essenszeiten richten möchten. Regionale Spezialitäten vor der beeindruckenden Kulisse des Tennengebirges genießt man in der hoteleigenen idyllischen Almhütte. Sie liegt nur rund 40 Gehminuten vom Gut Wenghof entfernt und kann somit auch von jüngeren Familienmitgliedern zu Fuß erreicht werden.

Nationalpark Unteres Odertal

Im Nationalpark Unteres Odertal im Norden Brandenburgs fällt es leicht, einen Gang herunterzuschalten und eins zu werden mit der Natur. Fernab vom Verkehrslärm säuselt der Wind im Schilf, die Luft ist klar und es wird nachts noch richtig dunkel. Alle Informationen zur Region gibt es unter www.nationalpark-unteres-odertal.eu. Die schönsten Naturerlebnisse im Überblick:

– Mit dem Esel Wandern: Auf ein- bis zweitägigen Touren tragen sanftmütige Packesel das Gepäck der Wanderer, geben ein gemächliches Tempo vor und wissen genau, wo die Rast für Mensch und Tier am schönsten ist. Dort ist Zeit, um den Erzählungen der begleitenden Landschaftsführerin zuzuhören. Informationen dazu findet man unter www.packeseltouren-brandenburg.de.

– Auf dem Quellerlebnispfad geht es über Holzbohlen durch das sogenannte Hangquellmoor. Gelbe Sumpfdotterblumen, Erlen und Flatterulmen säumen den verträumten Pfad, der zu Entdeckungen einlädt. An einer Quelle können die Besucher mit einem Sieb Sediment aus dem Sumpf nehmen und unter der Lupe beobachten. Mit etwas Glück findet man Alpenstrudelwürmer, die hier seit der Eiszeit leben.

– Wanderer oder Radler sollten sich Zeit nehmen, um an natürlichen Aussichtspunkten auf Anhöhen innezuhalten oder einen Aussichtsturm zu erklimmen. Denn der weite Blick über die wasserreiche Landschaft sorgt für innere Ruhe. Die Holztürme befinden sich in Mescherin und Stützkow, bei Gartz und am Wrechsee.

– Wer auf Wander- oder Fahrradtouren etwas Zeit, Ruhe und Geduld mitbringt, kann dem Zwitschern der Goldammer, den Rufen der Rohrdommel oder dem Pfeifen des Rohrsängers lauschen. Im Nationalparkladen in Criewen sind Ferngläser und sogenannte Bestimmungsbücher auch leihweise erhältlich: Zum Buch gehört sogar ein digitaler Stift, der alle Vogelstimmen sofort hörbar macht.

– Yoga liegt im Trend, um den Körper zu kräftigen und den Geist zu entspannen, unter freiem Himmel wird diese Erfahrung noch viel intensiver. Man spürt die Erde unter den Füßen, lässt die Sonnenstrahlen unter die Haut dringen und wird vom Wind gestreichelt. Weitere Informationen gibt es unter www.yoga-nandi.de.

Konzerte, Kunst und Kneipp locken ins oberschwäbische Ottobeuren

Säulen aus Marmor, farbenfrohe Fresken, kunstvolle Stuckaturen, reich verzierte Altäre und viel Blattgold – die spätbarocken Kirchen Bayerns zählen zu den berühmtesten architektonischen Werken weltweit. Die Basilika von Ottobeuren beispielsweise glänzt nicht nur in kunsthistorischer, sondern auch in musikalischer Hinsicht. Der Kirchenraum mit seiner fast 40 Meter hohen Vierungskuppel verfügt über eine besondere Akustik und ist seit mehr als 60 Jahren Schauplatz hochkarätiger Konzertereignisse. Auch im Jahr 2017 machen sich wieder bekannte Orchester und Ensembles auf den Weg in die sanft-hügelige Voralpenlandschaft des Unterallgäus, um Werke von Beethoven, Händel und Mozart zu Gehör zu bringen.

Musikalische Meisterwerke im Juni und Juli

Beim ersten der drei Ottobeurer Konzerte am 25. Juni 2017 sind das Münchener Bach-Orchester und der Münchener Bach-Chor unter der Leitung von Hansjörg Albrecht zu Gast. Auf dem Programm steht das Oratorium „Israel in Ägypten“ von Georg Friedrich Händel. Mit Beethovens „Neunter“ erfüllt am 16. Juli eines der populärsten Werke klassischer Musik den Innenraum des Barockjuwels. Dieses sinfonische Meisterwerk wird präsentiert vom Orchester Wiener Akademie und dem Chorus sine nomine unter der Leitung von Martin Haselböck. Mozart-Fans können sich dann am 17. September über die „Große Messe in c-Moll“ und die „Lauretanische Litanei in D-Dur“ freuen, die vom Mozarteumorchester Salzburg und dem Bachchor Salzburg dargeboten werden. Tickets sollte man sich unbedingt rechtzeitig reservieren. Unter www.ottobeuren.de gibt es Karten und weitere Informationen, beispielsweise zu Übernachtungsspecials.

Aktiver Ausgleich zum Kulturprogramm

Das kulturelle Jahresprogramm in Ottobeuren komplettieren zwölf Konzerte im barocken Kaisersaal der mehr als 1.250 Jahre alten Benediktinerabtei und zahlreiche Orgelkonzerte sowie wechselnde Ausstellungen im „Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“. Als Ausgleich zum Kulturgenuss kann man die oberschwäbische Heimat von Pfarrer Sebastian Kneipp, der im nahegelegenen Stephansried zur Welt kam, aktiv entdecken – ob im Kneipp-Aktiv-Park in Ottobeuren oder beispielsweise auf dem regionalen Crescentia-Pilgerweg, der bis nach Kaufbeuren führt.

Weinregion Naturgarten Kaiserstuhl

Das Fahrrad ist 200 Jahre nach seiner Erfindung das weltweit meist genutzte Transportmittel und ein beliebtes Vehikel für Alltag und Freizeit. Im Jubiläumsjahr 2017 kommen Radfahrer in Baden-Württemberg besonders gut in Fahrt. Den Naturgarten Kaiserstuhl etwa, eine Weinregion vulkanischen Ursprungs zwischen Freiburg und dem Rhein, kann man auf gemütlichen oder sportlichen Touren kennenlernen. Ob auf dem Sattel eines E-Bikes, mit einem Tourenrad oder Mountainbike – Aktivsein ist in der badischen Weingegend mit ihrem milden Klima immer auch mit kulinarischem Genuss verbunden.

Geführte Tour mit E-Mountainbikes

Das 190 Kilometer umfassende Radwegenetz Kaiserstuhl-Tuniberg führt durch aussichtsreiche Rebterrassen und urige Winzerdörfer. „Berg rauf, Berg runter“ lautet etwa das Motto der 59 Kilometer langen Kaiser-Tour, auf der man den gesamten Kaiserstuhl auf halber Höhe umrunden und Ausblicke auf die Rheinebene sowie die Erhebungen des Schwarzwalds und der Vogesen genießen kann. Eine geführte Tour auf E-Mountainbikes mit zahlreichen kulinarischen Stopps, bei denen die Radler die Vielfalt regionaler Spezialitäten erschmecken können, startet beispielsweise am 4. Juni 2017. Unter www.naturgarten-kaiserstuhl.de gibt es weitere Informationen zu geführten Radtouren und maßgeschneiderten Übernachtungspauschalen sowie einen Radflyer mit Karte und Tourenvorschlägen zum Download.

Kulinarische und kulturelle Stopps

Land und Leute kennenlernen – das ermöglichen auch die Tagesarrangements, bei denen sich Radler vier kulinarische und kulturelle Stopps auswählen können. Ausgerüstet mit einer Radkarte geht es rund um den Kaiserstuhl und Tuniberg. Sehenswürdigkeiten, traditionelle Gastwirtschaften oder Weinbaubetriebe sorgen für die nötige Stärkung. Die Geldermann Privatsektkellerei beispielsweise kann man bei einer einstündigen Führung durch die Gewölbekeller kennenlernen – eine Verkostung der edlen Tropfen inbegriffen. Mehr zur Geschichte der Region erfährt man im Museum für Stadtgeschichte in Breisach oder im Kaiserstühler Weinbaumuseum in Vogtsburg-Achkarren. Wer kein eigenes Rad mitbringt, kann das Gefährt auch gleich mitbuchen. Auch E-Bikes sind verfügbar und können unterwegs an vielen Stationen aufgeladen werden.

Tanzkreuzfahrten

Sommer, Sonne, Flirten: Für fast jeden vierten Bundesbürger ist der Urlaub die beliebteste Gelegenheit, andere Menschen kennenzulernen. Damit liegen die Ferien bei den Flirtoptionen auf Rang zwei hinter dem Ausgehen und weit vor dem Einkauf im Supermarkt – hier flirten gerade einmal acht Prozent der Deutschen. Das ergab eine repräsentative TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Joy“.

Und wie könnte man im Urlaub lockerer und entspannter andere Leute treffen als beim Tanzen? Nicht ohne Grund erfreuen sich Tanzreisen deshalb nicht nur bei Paaren, sondern vor allem auch bei Singles großer Beliebtheit. „Alleinreisende können beispielsweise bei einer Tanzkreuzfahrt in ungezwungener Atmosphäre ihrem Level entsprechend Tanzen lernen mit Menschen, die sich für das gleiche schöne Hobby interessieren“, betont Nadja Schlemm, Geschäftsführerin des Münchner Spezialreiseveranstalters Royaldance.

Schwerpunkt auf Gesellschaftstänzen

Beim Tanzen lässt sich das Flirten fast gar nicht vermeiden – bei kaum einer anderen Sportart gibt es soviel Körperkontakt zum Partner. Der Schwerpunkt bei den Kursen auf hoher See liegt auf den Gesellschaftstänzen wie Standard und Latein etwa mit Cha Cha, Walzer oder Tango, es sind aber zusätzlich auch immer aktuelle Modetänze wie Discofox und Salsa mit seinen heißen Rhythmen oder Themenworkshops mit dabei. Abends finden dann Tanzevents und -parties statt, bei denen die Tänzerinnen und Tänzer ihr frisch erworbenes Können erproben. An Bord genießt man zudem die kulinarischen Köstlichkeiten, die Abendshows, das Freizeitprogramm, den Swimmingpool und zahlreiche Sportmöglichkeiten. Eine breite Auswahl an Tanzreisen findet man beispielsweise unter www.tanzkreuzfahrten.de, Informationen gibt es auch unter Telefon 089-55269480.

Tanzkreuzfahrt ins Mittelmeer

Ins westliche Mittelmeer entführt etwa das Tanzschiff „Fascinosa“ mit seinen großzügigen Sälen vom 21. bis zum 28. Mai 2017 die Tanzbegeisterten. Im mediterranen Frühling geht es von der ligurischen Hafenstadt Savona aus zunächst nach Neapel und dann hinüber auf die Insel Capri. Die nächsten Stationen sind Palermo auf Sizilien und die Partyinsel Ibiza – hier wird bis zum nächsten Morgen gefeiert und getanzt. Von Ibiza aus sind es nur wenige Seemeilen nach Palma de Mallorca, letzte Station der Tanzreise ist die Hafenmetropole Barcelona. Alle Informationen gibt es unter www.tanzkreuzfahrten.de oder unter Telefon 089-55269480.